Wohnen


Wohnprojekt, St. Andrä-Wördern, NÖ

projektdatenblatt

Das Wohnprojekt ist aus einer Privatinitiative entstanden. Verdichtung als ökologisches Prinzip und das bewusste Erleben sozialer Kontakte standen im Blickpunkt der Planung dieser Niedrigenergiehäuser, die optimal auf passive Nutzung der Sonnenenergie abgestimmt sind. Das Fahnengrundstück wird durch eine private Stichstrasse erschlossen und öffnet sich dann in Richtung Norden. Vom Autoabstellplatz ausgehend teilt ein Fußweg die nach Süden orientierte Häuserzeile in zwei bzw. drei Einheiten. Über einen kleinen gemeinsamen Platz mit freiem Blick in die nahe Au-Landschaft führt der Weg zu den Hauseingängen auf der Nordseite. Durch das versetzte Anordnen der gleich großen Baukörpervolumen der drei westlichen Hauseinheiten erhält der Platz mehr Räumlichkeit. Gleichzeitig entstehen dadurch auf der Südseite der Häuser geschützte Nischen für die privaten Terrassen.

Die Gebäudeform ergibt sich aus der zulässigen Gebäudehöhe von nur fünf Metern. Die geringe Raumhöhe der in den Dachraum integrierten Zimmer an der Nordfassade wird durch ein durchlaufendes Fensterband mit Ausblick in die Au kompensiert. An der Südseite wurden die Geschoße mit konstanter Raumhöhe innerhalb des erlaubten Umrisses gestaffelt. Der herausragende Gebäudeteil wurde farblich abgehoben und wirkt wie ein quer gestellter Kubus, auf dem das Satteldach ruht. Die verbleibende, nach Süden gerichtete Dachfläche kann jederzeit mit einer Solaranlage nachgerüstet werden.

Alle Wohnmodule sind nach dem gleichen Schema aufgebaut und verwenden standardisierte Elemente, lassen aber individuelle Grundrisse zu. Die Einheiten werden dezentral über Be- und Entlüftungsanlagen beheizt und verfügen über einen Wodtke-Ofen als Notheizung. Auch die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral und kann mit Sonnenkollektoren nachgerüstet werden.