Wohnen


Einfamilienhaus Springer, Horn, NÖ

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Das Haus ist der Prototyp einer Passiv-Fertighausentwicklung in flexiblen Bauelementen. Die kompakte Form des Baukörpers und die Zonierung des Grundrisses entsprechen dem Prinzip des Passivhauses. Innerhalb dieser Vorgaben war die Umsetzung einer ganz individuellen Grundrissvariante möglich.

Das Gebäude wurde in einer Kombination von Massiv- und Leichtbauelementen ausgeführt. Neben den hohen bauphysikalischen Anforderungen wurde auch auf besonders umweltfreundliche Materialien geachtet. So wurden die massiven Teile mit einem Recycling-Ziegel gemauert und Innenwandflächen mit Lehm verputzt. Die Leichtbauelemente sind mit Zellulose gedämmt, die Fußböden mit Flachs. Zur thermischen Trennung der Massivbauteile zwischen Erdgeschoß und Keller wurden Gasbetonsteine eingesetzt. Auch die passivhaustauglichen Lärchen-Fichtenfenster mit einer Stocktiefe von 13 cm wurden mit Kokosfaser gedichtet.

Es wurde ein Lüftungskonzept mit Vorwärmung im Erdreich-Wärmetauscher, mit hocheffizientem Luft-Luft-Wärmetauscher und Nachheizregister verwirklicht. Die Luftzufuhr ist dreistufig regelbar. Falls die Leistung des Heizregisters nicht ausreicht, kann ein kleiner, hydraulisch beheizter Unterputz-Wandheizkörper zugeschaltet werden. Der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser wird durch einen Pelletsofen und Sonnenkollektoren gedeckt.

Das Haus wurde als eines von neun österreichischen Passivhausprojekten im CEPHEUS Forschungsprogramm (Cost Efficient Passive Houses as European Standards) der Europäischen Kommission gemessen und wissenschaftlich ausgewertet. Mit diesem Demonstrationsprojekt wurde die Tragfähigkeit des Passivhauskonzeptes im europäischen Raum geprüft und bewiesen.