Wohnen


Einfamilienhaus Koch, Wien 13

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Die Vorstadtvilla aus dem Jahre 1912 liegt am Nordhang des Wientales.  Anstelle einer schmalen Veranda mit desolatem Badezimmer entstand ein Zubau mit Doppelgarage, zwei Veranden, Eingangs- und Sanitärräumen sowie einer Dachterrasse. Die Terrasse mit schöner Aussicht wurde gegen die starken Westwinde durch eine Mauer geschützt. Der Altbau wurde renoviert, desolate Holzdecken wurden erneuert und eine außen liegende Wärmedämmung mit der gleichen Dampfdiffusion wie das bestehende Ziegelmauerwerk aufgebracht. Auch der neue Spritzputz entsprach dem grobkörnigen Putz des Altbaus. Durch diese Maßnahmen und die neue Heizung konnten die jährlichen Heizkosten von ATS 30.000 (ca. € 2.190 ) auf einen Bruchteil reduziert werden.

Dem Entwurf lag das Bemühen zugrunde, den Anbau aufgrund seinerzeitgemäßen Gestaltung und als selbstständiger Baukörper vom Altbau abzugrenzen. Der Anbau sollte eine eigenständige Gestaltung entwickeln und sich nicht an den Altbau anbiedern. Die runde Form des Zubaus wölbt sich wie eine Hand um das alte Haus. Er schneidet den kleinen Garten geringstmöglich ein und bietet einen Rundblick. Es wurde versucht, die große Öffnung des Garagentores (h = 2,20 m) durch eine Rampe und den darüber liegenden Erker möglichst gut zu integrieren. Der Erker wiederum stellt eine Beziehung zwischen dem Haus und der Strasse herstellen.