Wohnen


Einfamilienhaus Hafner, Wien 19

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Das Haus reagiert auf den Geländesprung des Grundstücks mit einem terrassenförmig abgestuften Baukörper. Dadurch konnte allen Wohnräumen eine Südterrasse vorgelagert werden. Auch das Untergeschoss mit vollwertigen Aufenthaltsräumen ist mit dem Garten verbunden, der in diesem Bereich muldenförmig vertieft ist.

Das Haus wird vertikal in drei Bereiche geteilt. Den mittleren Bereich beherrscht der zweigeschossige Wintergarten, der direkt mit einer Stiegenhalle verbunden ist. Diese wird über ein Glasdach belichtet, das zusammen mit dem Wintergarten eine formale und konstruktive Einheit bildet. Durch diese vollkommen verglaste Mittelzone gelangt Sonnenlicht in alle Räume des Hauses.

Das Wohnhaus steht in einem Gebiet mit großteils mehrgeschossiger Villenbebauung und nimmt formal auf die Wiener Architekturtradition Bezug. Das passive Sonnenwärmesystem beruht auf einer wirkungsvollen Kombination von Sonnenfenstern, Wintergarten und Atrium in Verbindung mit den massiven Wänden und Decken, die als Speichermasse fungieren. Durch ein Temperaturdifferenz gesteuertes Klappensystem wird die im Wintergarten gewonnene Wärme in alle Räume des Hauses verteilt. 1996 wurden das Erdgeschoss und Teile des Untergeschoßes als Büro adaptiert. Die Wohnräume in den Obergeschoßen wurden umgestaltet und über eine neue Außentreppe direkt erschlossen.