Wettbewerbe


2007 Studentenheim Moserhofgasse, Graz, STM

Gebäudekonstruktion

Das Gebäude wird in Massivbauweise mit außenliegender Wärmedämmung ausgeführt. Die Stahlbetonbauweise ermöglicht geringe Materialstärken und dadurch einen ökonomischen und ressourcenschonenden Materialeinsatz. Zur Minimierung von Wärmebrücken wird das aufgehende Mauerwerk über der Kellerdecke durch kammartige Wandelemente thermisch entkoppelt. In den erdberührten Bereichen wird die Fundamentplatte auf der Unterseite wärmegedämmt. Laubengänge und Balkone werden als Tischkonstruktion vor die Fassade gestellt und nur mit den statisch notwendigen Verbindungselementen an die Fassade angebunden. Als Außenwanddämmung kommen 26 cm starke EPS- Platten zum Einsatz. Für die Fenster und Glasflächen werden passivhaustaugliche dreifach-Wärmeschutz-verglasungen vorgesehen.

Haustechnisches Konzept

Es werden semizentrale Lüftungsanlagen mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung (Wirkungsgrad > 80 %) und Luftfilterung über den Schächten am Dach ausgeführt. Dort wird auch die Frischluft angesaut und die Fortluft ausgeblasen. Die Lüftungsanlagen werden mit Ventilatoren mit Wechselrichtern und elektronischer Konstantdruckregelung ausgestattet. In jeder Wohneinheit werden Lüftungsklappen und Nachheizregister zur individuellen Temperatur-  und Luftmengenregelung vorgesehen. Die Restwärme liefert die Fernwärme, die im 2-Leiter-System das Nachheizregister und einen Badezimmerheizkörper versorgt.

Zur Warmwasserbereitung werden jeweils 2 bis 3  1-Zimmer-Einheiten gemeinsam von einem dezentralen WW- Bereiter im Durchlaufprinzip ebenfalls über Fernwärme versorgt. Durch das 2-Leiter-System werden die Wärmeverteilverluste gering gehalten und die Legionellengefahr minimiert. Die Luftverteilung erfolgt über abgehängte Decken in den Nebenräumen, die Einbringung der Zuluft in die Aufenthaltsräume über Weitwurfdüsen und die Abluft wird aus den Nebenräumen abgesaugt.