Wettbewerbe


2005 Neues Musiktheater für das Landestheater Linz, OÖ

Mit einem kohärenten Raumkonzept integriert das Neue Musiktheater Linz den Volksgarten im städtebaulichen Bezugssystem und eröffnet ein neues kulturelles Zentrum an der Schnittstelle zweier städtischer Hauptachsen.

Durch die unverwechselbare Gestaltung setzt das Gebäude eine städtebauliche Signalwirkung, die einen großmaßstäblichen Kulturraum eröffnet und eine weitere städtische Entwicklung initiiert. Mit dem Jahr 2009 und der Gestaltung des Neuen Linzer Musiktheaters wird sich Linz von einer Stadt der Arbeit in eine Kulturstadt verwandeln, wovon die Stahlhaut und deren Fertigung durch die innovativen Technologien der Linzer Stahlverarbeitung Zeuge tragen wird. Die Vernetzung zwischen der Spielstätte an der Blumau und dem Volksgarten basiert auf einem durch das Stadtraster integrativ beeinflussten Grid, der sowohl den Park zu einem funktionalen Kulturraum macht, als auch das Raumsystem des Opernvolumens in seiner – zum Volksgarten – axialen Orientierung unterstreicht. Die Sichtachse aus der Landstrasse wird bewusst penetriert. Damit wird der heutigen Achse der Landstrasse ein städtebaulicher Endpunkt gesetzt, der Innenstadt ein energetischer Kontrapunkt gegeben. Die axiale Sicht wird allerdings nicht blockiert, um auch eine weitere zukünftige Entwicklung der Wiener Strasse zu ermöglichen.

Die öffentlichen Bereiche und Performanceräume – Opernsaal, Studiobühne, Orchesterprobesaal – sind um ein zentrales Foyer organisiert, welches als Verteiler dient und die Streuung der Besucher der verschiedenen Veranstaltungen anhand einer fächerartig um den Eingang arrangiert Raumorganisation strukturiert und in geordnete Bahnen leitet. Die Eingangshalle wird dabei auf zwei Levels erschlossen, von der Vorfahrt im Erdgeschoss und von einem leichten Stegsystem fußläufig vom Volksgarten aus.

Als ein Theater für das dritte Jahrtausend entwickelt, bietet das Raumkonzept der öffentlichen Bereiche nicht nur konventionellen Theateraufführungen einen optimalen Rahmen, sondern eröffnet auch für zeitgenössische Performances neue Möglichkeiten für polydimensionale und interaktive Aufführungen in variablen räumlichen Konfigurationen. Projektionsmöglichkeiten und Medienfassaden integrieren die innovativen künstlerischen Leistungen der weltweit bekannten „ars electronica“ in das Opernhaus und untermalen im Inneren die zukunftsweisende Struktur der Außengestalt.