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2007 GAM-Gründe Wolkersdorf, NÖ

Die Lagegunst sowie ökologisch verantwortungsbewusstes, ressourcenschonendes Bauen rechtfertigen eine maßvolle Verdichtung mit einer GFZ von 0,65, die strassenseitig durch eine dreigeschoßige Bebauung mit Geschoßwohnungen bzw. schlossparkseitig durch eine großteils zweigeschoßige Reihenhausbebauung erreicht wird.

Wesentliches Erschließungsmerkmal ist die Projektierung einer Fuß- und Radwegachse, die – für Einsatzfahrzeuge befahrbar - das Planungsgebiet in Längsrichtung durchzieht und sich gegen den Schlosspark trichterförmig aufweitet. So entsteht in Verlängerung der Johann-Schweiger-Gasse über eine Fuß- und Radwegbrücke über den Rußbach eine zusätzliche Verbindung des umgebenden Wohngebietes zum Ortszentrum, wobei am Ende eine kleine Plattform angeordnet ist, die über das Bachbett auskragt. Entlang dieser Achse sind verschieden gestaltete und zonierte Freiräume angeordnet, die in ihrer Ausprägung – auch aufgrund der leichten Terrassierung des Geländes – unterschiedliche und mannigfaltige Nutzungsmöglichkeiten (Gemeinschaftseinrichtungen, Kleinkinderspielplätze, Orte zum Verweilen und Treffen etc.) bieten.

Im Zugangsbereich an der Obersdorfer Strasse wird hinter dem bestehenden Altgebäude ein in Längsrichtung orientierter, dreigeschoßiger Baukörper mit zwölf Geschoßwohnungen von 85 bis 110 m² angeordnet, wobei die Erschließung über ein Stiegenhaus mit Aufzug und Laubengänge erfolgt. Alle Wohnungen sind nach Südosten orientiert und besitzen Eigengärten bzw. Loggien oder Balkone. Im nördlichen Erdgeschoßbereich sowie im räumlich angrenzenden Nebengebäude, welches den Übergang zur anschließenden Reihenhausbebauung markiert, sind Gemeinschaftseinrichtungen wie Kinderwagen- und Fahrradabstellräume etc. vorgesehen.

Die folgende Reihenhausbebauung zeigt sieben, im wesentlichen zweigeschoßige, jeweils quer zur „Erschließungspromenade“ angeordnete Baukörper, wobei die östlichen Reihen in Verlängerung des Geschoßwohnbaus noch aufgesetzte Dachgeschoße aufweisen, die einerseits die Achse betonen, andererseits aufgrund des optimalen Ausblicks in Richtung Osten (Weinberge) eine zusätzliche Steigerung der hohen Wohnqualität bieten.