Wettbewerbe


2016 Ideenwettbewerb Wienerwaldbad Purkersdorf - 2.Preis


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Städtebau

Städtebaulich nimmt das Projekt die grobe Konfiguration des Altbestands auf und führt dessen Qualitäten weiter. Der Baukörper ist an der nord-östlichen Grundstücksgrenze positioniert und bietet so einen idealen Abschluss des der Sonne zugewandten Badgrundstücks.

Architektur

Die bauliche Anlage des Wienerwaldbades besteht aus den Gebäudeteilen für den Sommerbetrieb des Freibades, dem Buffetbereich und dem ganzjährig genutzten Fitnesscenter sowie den zusätzlichen überdachten Stellplätzen.
Um den Freiraum des Bades so wenig wie möglich einzuschränken entwickelt sich das Obergeschoß des Gebäudes in Richtung Vorplatz und Tullnerbachstrasse. So entsteht ein Baukörper, der zur Tullnerbachstrasse hin gut sichtbar ist und als Landmark wirkt.
In Richtung Vorplatz wird eine klare und durch die Überdachung geschützte Eingangssituation geschaffen. Zum Bad hin werden die Qualitäten des Bestands mit dem Garderobentrakt neuinterpretiert, wobei der gesamte Baukörper als stufenförmig angeordnete begehbare Terrassenlandschaft ausgebildet ist.
Im Sommerbetrieb ist es mit dieser Maßnahme möglich die beschränkte Kapazität der vorhandenen Liegefläche um ca. 800m2 zu erweitern.
Im Erdgeschoß befinden sich die Funktionen des im Sommerbetrieb genutzten Freibads mit Kabinen, Sanitärbereich, Allgemeinräumen und Badbuffet sowie die Lobby und die Garderoben für das Fitnesscenter. Das Badbuffet an der linken Seite des Eingangs kann sowohl von den Badegästen als auch von den Besuchern des Fitnesscenters genutzt werden.
Im ersten Obergeschoß sind der Saunabereich und die Räumlichkeiten des Fitnesscenters positioniert, Stiege und Lift führen direkt zur Eingangzone mit Frontdesk. Der introvertierte Saunabereich bietet eine blickgeschützte Terrasse mit Aufgang auf das Liegedeck. Der Ruhebereich verschwimmt mit der Erschließungszone zu einer Wellnesslandschaft in die die Saunen als Körper eingebettet sind. Der Aerobicbereich läßt sich auf Wunsch in kleinere Einheiten unterteilen.
Die Dachlandschaft - Über die Nutzung der natürlichen Topographie am nördlichen Rand des Grundstücks gelangt man über großzügige Sitz- und Freitreppen auf die abgestufte Terrassenlandschaft mit Blick auf den Wienerwald. Vielfältige Liegemöglichkeiten, Verschattung durch den PV Dachgarten und Begrünung sorgen für höchsten Komfort.
Das Parkdeck im Untergeschoss wird über die Fürstenberggasse befahren. Durch die Ausführung als Parkdeck und die Nutzung der Topographie können sehr kostengünstig 32 neue Parkplätze errichtet werden (bei Bedarf auf 50 Stück erweiterbar). Weiters bietet das begrünte Dach des Parkdecks einen idealen, ebenen von der Strasse abgehobenen Platz für sportliche Aktivitäten (Beachvolleyball, Boulderwand etc.).

Materialität

Das Erscheinungsbild des Gebäudes wird durch eine Kombination von natürlichen Materialien geprägt. Die Konstruktion wird aus Stahlbeton errichtet. Der Einsatz von Holz an Boden- und Fassadenflächen schafft eine angenehme Atmosphäre die zum Verweilen einlädt. Große Verglasungen erlauben es den Besuchern des Fitnesscenters in traumhaft schöner Umgebung mit Blick auf die Grünflächen des Bades und den Wienerwald zu trainieren.

Bauphasen

Das Projekt kann in aufeinanderfolgenden Bauphasen ausgeführt werden:
Phase 1: Räumlichkeiten für Sommerbetrieb
Phase 2: Garage
Phase 3: Lobby, Garderoben, Fitnesscenter “klein” mit Saunabereich
Phase 4: Fitnesscenter Vollausbau mit Aerobic Bereich und Spinning
Phase 5: Erweiterung Garage

Ökologie und Energiekonzept

-Das ganzjährig betriebene Fitnesszentrum soll in Niedrigstenergiebauweise errichtet werden.
-Für die Wärme- und Kälteversorgung ist eine Sole-Wasser Wärmepumpe mit Erdwärme-Tiefensonden geplant, die mit geringsten Betriebskosten im Sommer im inversen Betrieb als Kältemaschine arbeitet.
-Die Kühlung erfolgt über Bauteilaktivierung in den Decken.
-Zur Beheizung der Räume wird eine flächendeckende Fußbodenheizung ausgeführt.
-Der Strom für den Betrieb der Wärmepumpe/Kältemaschine soll zum größten Teil von PV-Paneelen geliefert werden.
-Hier ist die innovative Lösung eines PV-Dachgartens angedacht, ein Forschungsprojekt der Universität für Bodenkultur in Zusammenarbeit mit dem Büro Treberspurg & Partner. Der PV-Dachgarten stellt eine Kombination aus PV-Paneelen zur Lieferung von Energie, die gleichzeitig zur Beschattung dienen, mit unterschiedlichsten Bepflanzungen dar
-Die Fassade im ersten OG soll mit großflächigen Verglasungen für passive Solarwärmegewinne und natürliche Belichtung im Winterhalbjahr sorgen.
-Im Sommerhalbjahr bilden drehbare Holzlamellen eine optimale Verschattung.
-Optional ist ein Heizung des Schwimmbadwassers mittels Schwimmbadkollektoren, die an der nach Schallschutzwand angebracht werden.
-Die Warmwasserbereitung erfolgt überwiegend über Warmwasserkollektoren.
-Be- und Entlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung.