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2015 Btwbw Kagran West III - 3.Preis

Der kompakte Solitär kommuniziert auf vielfältiger Weise mit dem Außenraum. Die verschiedenen Gemeinschaftsräume (Waschküche, Fahrradwerkstätte, Kinderwagen- und Fahrradraum) haben direkte Zugänge zum Gartenbereich. Das Atrium verbindet durch den großzügigen Eingang und die Ausblicke in den Norden das Innen und Außen. Durch Lage und Form haben alle Wohnungen eine Orientierung nach Osten, Süden und Westen, wobei von allen Fenstern Grünblick in die Parklandschaft und den Garten an der Westseite gegeben ist. Auch in Richtung einer möglichen Bebauung am westlichen Nachbargrundstück ist eine freie Sicht von mindestens 18 Metern auf dem eigenen Grundstück garantiert und somit keine Einschränkung der Belichtung gegeben. Die freie Sicht von der Ostfassade des Straßentraktes des Bestandsgebäudes an der Tokiostraße beträgt 74 Meter. Durch die Ausformulierung des Baukörpers werdenstädtebauliche Parameteraufgenommenund die Länge der Ost-Westfassaden durch Knickung optisch reduziert, sodass der Baukörper in seiner Gestalt an Leichtigkeit gewinnt.

Alle Wohnungen sind über eine mehrgeschossige Halle erschlossen, die einen angenehmen, großzügigen Begegnungsraum bildet. Über den eingeschobenen Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss mit direkter Verbindung zum Grünraum befindet sich im 1.OG eine gemeinsame multifunktionale Kommunikationszone. Es werden spontane, ungezwungene Begegnungen und Kommunikation, sowie vertikale Verbindungen und Blickbeziehungen ermöglicht: Voraussetzungen für gute nachbarschaftliche Beziehungen. Die gemeinsame Erschließungshalle bietet - als Sonnen-Atrium ausgeführt -auch im Winterdurch Oberlichten sonnige Innenräume sowie einen Blick ins Grüne aus allen Geschossen über die verglaste Öffnung der Nordseite. Somit steht dieses Gebäude in der bewährten Tradition der Wiener glasüberdeckten Innenhöfe und Erschließungshallen. Das ganzjährig wohltemperierte und lichtdurchflutete Atrium schafft für die BewohnerInnen ein hohes Sicherheitsgefühl. Die Kaskadentreppe verbindet in Ergänzung zur Fluchttreppe alle Ebenen des Gebäudes übersichtlich miteinander und regt zum Stiegensteigen an.

Das Wohnprojekt ANKA bedeutet:

- verschiedene ökonomische Modelle in einem Haus: von der Gemeindewohnung NEU über Starterinnenwohnungen bis zu SMART-Wohnungen und schafft damit Lebensraum für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und Generationen.

- verschiedene Wohnformen: von der HABIT-Gemeinschaft, den betreubaren Wohnungen, den SMART-Wohnungen oder dem FLEX-Typund entspricht dem Wunsch vieler Menschen nach vielfältigem Wohnraum für alle Generationen.

- als Mensch eingeladen zu sein in baulicher, architektonischer und vor allem auch sozialer Hinsicht „zu kommen und zu bleiben“ und dabei hilft, ein stabiles Netzwerke aufzubauen und durch die Gemeinschaft gegenseitig Unterstützung zu finden.