Wettbewerbe


2011 Podhagskygasse, 1220 Wien

Stadträumliche Lage
Das Grundstück befindet sich in Stadtrandlage im Übergangsbereich zur landschaftlich prägenden Grünraumstruktur des Marchfelds. Im Norden und Osten ist es von den typischen Stadtrandsiedlungen, Reihenhäusern und Einfamilienhäusern umgeben. Im Süden und Westen liegt es direkt am Wald- und Wiesengürtel. Nicht weit entfernt liegen im Norden Breitenlee, im Süden - in ca. 15-minütigem Fußweg erreichbar - die U2, die zukünftige Seestadt Aspern und der Marchegger Ast (Schnellbahn Wien-Bratislava).
Dorthin ist eine fuß- und radläufige Verbindung im Zuge der Weiterführung des direkt angrenzenden Wald- und Wiesengürtels gegeben.

Städtebauliches Konzept - Baukörper
Das städtebauliche Konzept übernimmt die Tradition der Gartensiedlungen der Siedlerbewegung der 1920er Jahre und verbindet es mit der Idee einer modernen energieeffizienten Solarsiedlung. Es besteht einerseits aus einer klassischen Reihenhausstruktur, andererseits wird der Haustyp des „Hofhauses“ neu interpretiert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Berücksichtigung des Gemeinschaftsgedankens innerhalb einer überschaubaren Nachbarschaft. Dieser steht in der Tradition der Siedler- Genossenschaften der :ah! mit einer modernen Interpretation des Genossenschaftsgedankens. Abgerundet wird das Konzept durch eine energiesparende Bauweise, Verwendung ökologischer Baustoffe und die konsequente Nutzung passiver Sonnenergie.
Um einen angerförmig ausgebildeten, zentralen Freibereich mit Gemeinschaftshaus und Kinderspielplatz, der sich zum benachbarten Wald- und Wiesengürtel öffnet, sind vier zeilenförmige, nach Süden orientierte Baukörper mit je vier bis sieben Wohneinheiten angeordnet, ein fünfter schließt südlich in zweiter Reihe an. Den östlichen Abschluss zur Schukowitzgasse bilden zwei Hofhäuser. Insgesamt entstehen sieben, größtenteils zweigeschossige Gebäude mit maximal 42 Wohneinheiten.
Die nördlichen, entlang der Podhagskygasse angeordneten Baukörper beinhalten preiswerte Geschosswohnungen (zweigeschossig plus aufgesetztes Dachgeschoss). Die daran südlich anschließenden Zeilen sind als Reihenhaustyp ausgebildet. Alle zeilenförmigen Baukörper sind durch ihre direkte Südorientierung solarwärmegewinnmaximierend konzipiert. Generell erhalten alle Baukörper durch ihre Ausrichtung eine weitgehend optimale Besonnung und den Nutzen passiver solarer Gewinne. Durcheine gezielte Wahl der Abstände zwischen den Baukörpern ist sonnendurchflutetes Wohnen auch im Winter möglich.
Alle Wohnungen sind mit Eigengärten bzw. Loggien oder Dachterrassen ausgestattet. Ausreichend große Fahrrad- und Kinderwagen-Abstellräume und -flächen sind ebenerdig den Wohnbauten zugeordnet. Generell weisen die Fassaden eine klare, einfache Formensprache auf.