Wettbewerbe


2011 Mühlgrund II, 1220 Wien

Das städtebauliche Konzept reagiert auf die sehr verschiedenen Bedingungen an den jeweiligen Grundgrenzen. Im Westen besteht ein Waldstreifen, im Süden der Übergang zur Au, im Norden die Straße und im Osten ein Grundstück, das zu 50% bebaubar ist.

Ein zentrales Element des Entwurfes ist die großzügige gemeinsame Platzzone, in welche die anderen Freiräume münden. Für eine Wohngruppe „light“ wurde im Übergang zum Waldstreifen das Atriumhaus entwickelt. Es bildet einen Windschutz für den Platz an der westlichen Grundgrenze. Die großzügig dimensionierte verglaste Halle ist mit dem Gemeinschaftsraum und über beide Ausgänge direkt mit den beiden Platzbereichen verbunden. Die Halle ist ein auch im Winter sonnendurchfluteter und begrünter gemeinschaftlich genutzter Bereich mit spannenden Blickkontakten, und leistet so weit über die Erschließungsfunktion hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssteigerung im Wohnumfeld. Darüber hinaus werden auf dem Flachdach gemeinsam nutzbare Dachgärten angelegt. Das günstige Oberflächen Volumens-Verhältnis macht diesen Baukomplex sehr wirtschaftlich.

Der Grundstückskonfiguration entsprechend fächert sich die weitere Bebauung mit drei schmalen, südorientierten Zeilen Richtung Osten auf. Der optimalen Orientierung nach Süden zufolge sind diese Solarwärme-gewinnmaximierend konzipiert. Die Anordnung dieser Gebäude bietet auch im Winter ausreichende Besonnung. Somit sind in der dunklen Jahreszeit sonnendurchflutete Wohnungen möglich, die durch passive Solarwärmegewinne die Wirtschaftlichkeit des Passivhauskonzepts erhöhen. Sie werden jeweils über abgerückte, offene Laubengänge erschlossen. Die einzelnen Wohnungen sind nach Süden orientiert, können aber auch von Norden belichtet und quergelüftet werden.

Im Norden folgt die Bebauung dem Straßenverlauf (Fluchtlinie). Die Baukörper werden über Innengänge erschlossen. Im Erdgeschoss sind zur Straße hin Kinderwagen- und Fahrradabstellräume und der Müllraum angeordnet.