Bauten für Sport und Freizeit


Polizeisportverein und Dienstsportanlage der BPD, Wien 22

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Da die seit den 1960er Jahren bestehende alte Dienstsportanlage schon lange nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemäßen funktionellen Sport- und Ausbildungsbetriebes entsprach, wurde 1999 seitens der Bundesimmobiliengesellschaft ein geladener Architektenwettbewerb für einen Neubau ausgeschrieben, aus dem das Planerteam Treberspurg & Partner Architekten als Sieger hervorging. Die Anforderung bestand darin, einen Neubau an der gedrängten Stelle zwischen den bestehenden Sportanlagen und dem Ufer der Alten Donau mit etwa 1.600 m² Nutzfläche zu errichten, der sich in das durch Badeanlagen, Kleingartensiedlungen und Naherholungsgebiete gekennzeichnete Umfeld einfügt.

Die harmonische Integration des Neubaus war umso wichtiger, als das Gebäude von Kaisermühlen und dem Polizeisteg der Alten Donau aus übers Wasser weithin sichtbar ist. Am ehemaligen Standort des Altbaus, wurden zwei zweigeschoßige Baukörper mit einer Länge von rund 25 bzw. 60 m und einer Breite von rund 14 m errichtet. Ein zwischen diesen Bauelementen gelegener gemeinsamer Eingangs- und Foyerbereich in Form einer offenen Loggia und das über beide Baukörper gelegte Dach fassen diese in einer logischen Einheit zusammen. Die Loggia bewirkt eine Durchlässigkeit und erlaubt interessante Blickbeziehungen. Das an die Wasserkante gesetzte Gebäude ragt 3 m aus, sodass vom anderen Ufer aus betrachtet die Assoziation mit einem Schiff nahe liegt, das mächtig aber ruhig im Wasser liegt.

Die umlaufenden Balkone, die überdachten Terrassen und Stiegen erinnern an Schiffsarchitektur mit mehrgeschoßigen Aufbauten, Zwischendecks und umlaufenden Stiegen. Im südlichen Gebäudetrakt sind im wesentlichen die Büro- und Verwaltungsräumlichkeiten der einzelnen Sportsektionen sowie die Umkleidekabinen und das Büro des Platzwartes untergebracht. Im nördlichen Baukörper befinden sich ein 165 m² großer Schulungsraum samt Nebenräumen, eine Kantine und die Verwaltungsräume für Kegler und Schützen. Besondere Anforderungen wurden an die Situierung der Schießanlage gelegt, da diese mit einer Länge von 14 m und der Forderung nach absoluter Ruhelage nur an einem Ende des Bauwerkes situiert werden konnte. Aus Platzgründen wurde für den Schießstand eine Überbauung der erhalten gebliebenen Kegelbahn gewählt.