Sanierungen und Denkmalschutz


Robert Uhlir-Hof, Wien 20

projektdatenblatt

Die Loggienverbauung des Robert Uhlir-Hofes stellt eine zukunftsweisende Sanierungsmethode für Süd orientierte Loggien im Betonplattenbau der 70er Jahre dar. Mit der Verglasung der Loggien an den Südfassaden wurde den Wohnungen ein zusätzlicher Wohnraum vorgelagert, der mehr Privatsphäre im Bereich der Loggien und eine klimatische Pufferzone schafft. Weiters wurde dadurch die Sanierung der Außenhaut des Gebäudes vervollständigt. (Aufbringen einer VWS-Fassade)

Die Sanierung der Südfassaden beruht einerseits auf der Verbesserung der Wärmedämmung durch Vorblenden einer Wärmedämmebene an der Innenseite der bestehenden Loggienbrüstung, andererseits auf der Verglasung der Loggien mit Wärme gedämmten Alu Profilen. Zur Abschattung im Sommerhalbjahr ist ein außen liegender Sonnenschutz in Form von beweglichen Alu Lamellen vorgesehen. Ein weiteres Mittel zur thermischen Konditionierung der verglasten Loggia im Sommer ist ein Schiebelüfter im oberen Bereich der Verglasung, der mechanisch zu öffnen ist. Der Lüfter ist an der Außenseite durch eine Blende vor Regen geschützt. Grundsätzlich ist ein minimaler Schwitzwasseranfall in einem derartigen Pufferraum nie zu vermeiden. Da das in der Luft vorhandene Wasser immer an der kältesten Stelle kondensiert, wurde im Anschluss an den Lüfter eine Schwitzwasserrinne ausgebildet, die leicht gereinigt und mittels kleiner Öffnungen im Lüfter entwässert werden kann. Bei richtiger Bedienung sind Frostschutzeinrichtungen nicht erforderlich.

Die Sanierung der Ost, Nord und Westfassaden erfolgte im Wesentlichen durch Dämmung der Fassadenflächen, wobei versucht wurde, die charakteristische Gebäudegliederung durch entsprechende Gliederung der Putzflächen nachzuempfinden. Die alten Holzfenster wurden generell durch Holz-Alu Fenster (k= 1,4 W/m²K) ersetzt. Im Zuge der Gebäudesanierung wurden auch die Aufzüge erneuert und die Terrassen der Erdgeschosswohnungen mit Glasdächern geschützt.