Büro- und Geschäftsbauten


Arkade Taubenmarkt, Linz, OÖ

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Die Planung der Einkaufspassage geht auf einen Wettbewerb zurück, bei dem die drei Architektenteams als Preisträger hervorgingen. Das tatsächlich gebaute Projekt stellt eine gemeinsame Überarbeitung aller drei Projekte dar.

Die Arkade ist Teil eines innerstädtischen Baublocks im Zentrum von Linz mit sehr viel historischer Bausubstanz und großteils denkmalgeschützten Gebäuden. Von allen vier Straßen, die den Block umgeben, führen Zugänge in das Zentrum der Arkade. Diese Passagenäste nehmen die unterschiedlichen Niveaus der umgebenden Straßen auf und gleichen sie mit sanften Rampen oder Freitreppen aus. Im Schnittpunkt der Passagenäste liegt der mehrgeschossige Zentralbereich, der witterungsunabhängig für diverse Veranstaltungen zur Verfügung steht. Die Passagenäste und der zentrale Hof sind in bester Tradition der klassischen Passage glasüberdeckt. Sie lassen sonnendurchflutete öffentliche Stadträume entstehen, die die raumtypologischen Phänomene des historischen Zentrums interpretieren. In den oberen Geschossen befinden sich Wohnungen und Büros, im Untergeschoss ist neben den Flächen für die Anlieferung der Geschäfte auch eine Tiefgarage untergebracht. Im Anschluss an das Galeriegeschoss gibt es südlich des Zentralbereiches einen neu geschaffenen Platz, der ebenfalls temporär für diverse Veranstaltungen (z.B. Märkte, Bälle, Opern) genutzt werden kann. Die Architekten wurden 1993 für diese Planung mit dem oberösterreichischen Landeskulturpreis für Architektur ausgezeichnet.

Auch die Erweiterung des an diesen Platz angrenzenden Schulgebäudes des Akademischen Gymnasiums um einen Turnsaal und einen Klassentrakt war Bestandteil des Projektes. Die Taubenmarkt-Arkade löste die Trendwende zur Belebung der Geschäfte in der Linzer Innenstadt aus und ist heute die älteste und größte Innenstadt-Geschäftspassage Österreichs.