Bauten des Bildungswesens


Evangelisches Gymnasium, Wien 11

projektdatenblatt

Das neue Schulgebäude liegt in Nähe der Gasometer und ist somit gut mit der U3 erreichbar. Da das Schulprofil Projekte zu Generationenbeziehungen beinhaltet, wurde über dem Schulgebäude ein dreigeschoßiger Trakt für betreutes Wohnen von SeniorInnen errichtet. Dieser Gebäudeteil ist unabhängig von der Schule durch ein eigenes Stiegenhaus zugänglich. Das Schulgebäude wird über eine über alle Obergeschoße reichende zentrale Halle verbunden. Umlaufende Galerien dienen einerseits der Erschließung der Klassenräume und ermöglichen andererseits die vielfältige Nutzung der zentralen Halle für Ausstellungen, Vorträge, Theater- und Musikaufführungen, Empfänge etc.

Der Haupteingang in die Halle liegt im ersten Obergeschoß und wird über eine großzügige Außentreppe mit anschließendem Vorbereich erreicht. Der Turnsaal reicht mit seiner lichten Höhe von 5,5 m vom Erdgeschoß bis in das Untergeschoß. Im Erdgeschoß befinden sich die gut belichteten Schulwerkstätten. Die Räume für die handwerkliche Ausbildung der SchülerInnen werden so in attraktiver Weise nach außen gezeigt. Der Baukörper fügt sich mit seiner spezifischen Staffelung der Geschoße und der horizontalen Gliederung gut in die umgebende Bebauung ein. Die verputzten Flächen und die als Gründächer ausgeführten Flachdächer betonen den kubischen Charakter des Hauses, der ein gutes Oberflächen-Volums-Verhältnis aufweist.

Ursprünglich war dieses Schulgebäude aufgrund der starken Emissionen von Seiten der Erdbergstrasse her als Passivhaus geplant gewesen. Die Ausführung erfolgte letztendlich als Niedrigenergiehaus mit CO2-gesteuerter Be- und Entlüftung und Wärmerückgewinnung.