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2013 Gemeinschaftliches Wohnen in Wien 12, Darnautgasse - 2. Preis

Die Leitidee „Gemeinschaftlich Wohnen“ wird bei der Wohnhausanlage Darnautgasse primär als sozial integratives Anliegen interpretiert: Jung­familien, Alleinerziehenden und Elternteilen in schwierigen Lebensumständen wird Hilfe durch hochwertigen, leistbaren Wohnraum und Kindern wird Geborgenheit in überschaubarem Rahmen einer solidarischen Wohnumgebung geboten.

Das gesamte Erschließungskonzept des Hauses ist auf räumliche Großzügigkeit, Begegnung, Offenheit und soziales Zusammentreffen ausgerichtet. Diesem Gedanken folgen die beiden zentralen Stiegenhäuser mit dem verbindenden Laubengang, die nicht nur die Wohnungen erschließen, sondern auch eine wesentliche Verteilungsfunktion zwischen Innen und Außen unter Einbeziehung der Gemeinschaftseinrichtungen haben.

Die grüne Fassade zur Darnautgasse stellt ein vertikales „Community Gardening“ der besonderen Art dar. Pflanztröge in Verbindung mit einem Rankgitter  bieten die Möglichkeit, mit Rank- und Kletter­pflanzen eine bunte Pflanzenwand auszubilden, die zugleich Sonnenschutz und räumliche Begrenzung  für den verglasten Laubengang bildet und eine vegetabile, stockwerksübergreifende Kommunikation ermöglicht. Analog zu einem Landschaftsgarten beherbergt der vertikale Garten unterschiedliche funktionale Zonierungen die von den Bewohnern bespielt und ganzjährig genutzt werden können. Die an den Laubengang und den vertikalen Garten gekoppelten „Miradores“ stehen als ­nutzungsoffene Gemeinschafts-Einrichtungen zur Verfügung. In einem moderierten Prozess werden die zweigeschossigen, lichten „Komm-Boxen“ als besondere Möglichkeitsräume ausgestaltet und können als „Stadtfenster“ (geschützter Blick in den urbanen Raum – „Mirador“), Grün-Zimmer, ruhige Rückzugs-Lounge (Cocoon), Spielzimmer oder etwa auch als „Tratsch“-Ecke fungieren. An die „Miradores“ gekoppelte Stadtbalkone fördern die Kommunikation zum urbanen Freiraum.